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Apotheker Pilz

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Apotheker Günther Pilz

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Sonnencreme vom Vorjahr?

Jeder von uns hat sicher noch eine alte Sonnencreme irgendwo zu Hause herumliegen. Doch sind die Produkte aus dem letzten Jahr noch haltbar oder sollten sie besser entsorgt werden? 
Viele Sonnenschutzmittel tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das in der Regel etwa ein Jahr beträgt. Und viele enthalten den chemischen UV-Filter Octocrylen. Produkte mit diesem UV-Filter sollten dann wirklich entsorgt werden. Denn Wissenschaftler haben untersucht, dass sich dieser Filterstoff in der Flasche abbaut zu dem Stoff Benzophenon, das als krebserregend eingestuft wurde und als photomutagen gilt. Zudem können beide Substanzen in den Hormonhaushalt eingreifen. Beide Stoffe dringen auch in die tieferen Hautschichten ein. 
Octocrylen schädigt darüber hinaus Korallen. In einigen Gebieten wie den US-amerikanischen Jungfrauen-Inseln, den Marschall-Inseln sowie der Republik Palau ist es daher aus Umweltschutzgründen sogar verboten. 
Wissenschaftler stellen daher die Sicherheit Octocrylen-haltiger Kosmetika, zu denen auch manche Anti-Aging-Produkte zählen, infrage. Der Stoff sollte aus ihrer Sicht für Kosmetikprodukte vorsorglich verboten werden.
Zur Haltbarkeit jedes Sonnenschutzmittels raten Experten, die Angaben auf der Rückseite des Gefäßes zu beachten. Diese zeigen die Mindesthaltbarkeit nach dem Öffnen in Monaten an. Wie die meisten anderen Hautpflegeprodukte sollte auch eine Sonnencreme generell innerhalb von zwölf Monaten nach dem Öffnen verbraucht werden.
Die Lagerung von Sonnencreme sollte kühl und trocken sein. Ist der Sonnenschutz extremen Bedingungen wie Hitze ausgesetzt, kann der UV-Schutz leiden. In der Kühltasche oder im Kühlschrank sind Sonnenschutz-Produkte daher am besten aufbewahrt.
Verströmt die Creme einen ungewöhnlichen Geruch oder hat sich die Konsistenz verändert, können dies Anzeichen dafür sein, dass das Produkt nicht mehr den Anforderungen entspricht, Stoffe sich zersetzt haben. In dem Fall ist der Schutz nicht mehr gegeben. Auch wenn sich Öl oder Wasser abgesetzt hat oder der Inhalt verfärbt ist, sollte der Sonnenschutz entsorgt werden.
Auf vielen Sonnencremes steht 'wasserfest' drauf. Nach einem Sprung ins Meer oder in den Pool sollte man sich dann keine Sorgen mehr machen, könnte man meinen. Dennoch schützt wasserfeste Sonnencreme keinesfalls den ganzen Tag! Während des Badens ist der Schutz gewährleistet, danach aber wird ein erneutes Eincremen empfohlen.
Was die Sonnenschutzmittel unterscheidet, ist der enthaltene UV-Filter: organisch, mineralisch oder kombiniert. Je höher der Lichtschutzfaktor, desto größer ist der Anteil an Filtern in den Produkten. In Ihrer Apotheke vor Ort beraten wir Sie gern über das richtige Mittel speziell