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Apotheker Günther Pilz

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Influenza und COVID-19 – gefährlicher Mix

Neue Wellen von COVID-19 sind im Winter sehr wahrscheinlich. Gleichzeitig zirkulierende Influenza- und Rhino-Viren könnten die Situation verschärfen.
Grippewellen starten bei uns in der Regel im Januar. Corona-Wellen sind offenbar jederzeit möglich. So hat zum Beispiel im Iran nach einer ersten Welle im März und vorübergehender Entspannung eine zweite Welle im Mai begonnen. Das Klima dort ist jetzt trocken und heiß, was Atemwegsinfektionen eher nicht begünstigt. Und dennoch kam es zu dieser zweiten Welle.
Anders als bei einer Grippe (Influenza) gibt es gegen SARS-CoV-2 zudem keine nennenswerte Herdenimmunität. Das heißt, bisher sind nur wenige Menschen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung daran erkrankt und wieder genesen. Selbst in stark betroffenen Ländern wie Italien oder Frankreich geht man von nur vier bis fünf Prozent der Menschen mit potenziell neutralisierenden Antikörpern aus. Das neue Virus trifft also immer noch auf eine weitgehend ungeschützte Bevölkerung.
Die jetzt allgemein getroffenen Beschränkungen wie Schulschließungen, Reisebeschränkungen, Abstandsregeln, Mundnasenschutz, verbesserte Hygiene sowie Tests bei Verdacht und Isolierung von Infizierten beugen auch einer Influenza-Ausbreitung vor. Auch gibt es Hinweise darauf, dass gehäufte Erkrankungen mit einem Atemwegsvirus dem Ausbruch mit einem weiteren Virus entgegenwirken könnten.
Gesundheitspolitikern muss eingeschärft werden, dass eine gute Vorbereitung auf eine Grippewelle in diesem Jahr für Risikogruppen und Menschen in medizinischen Berufen besonders wichtig ist. Die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Influenza-Impfraten in Zielgruppen von mindestens 70 Prozent wurden bisher in den wenigsten Ländern erreicht.
Und wenn Menschen an Influenza erkranken, dann sollten in akuten Situationen auch Virustatika, also Medikamente, die speziell gegen Viren wirken, eingesetzt werden: Zum Beispiel, wenn in einem Pflegeheim Influenza auftritt und die Ausbreitung auf andere Bewohner verhindert werden soll.
Ihre Apotheke vor Ort berät Sie gern in allen Fragen zur Vorbeugung gegen eine Grippe oder das Corona-Virus und empfiehlt Ihnen in diesem Jahr ganz besonders, sich gegen die Grippe impfen zu lassen.